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Commerzbank-Aktie: Kreditinstitut plant Medienbericht zufolge weiteren Stellenabbau 16.07.2012
aktiencheck.de
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) plant einem Medienbericht zufolge offenbar einen größeren Stellenabbau.
Wie die "WirtschaftsWoche" (Samstag) unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dürfte in Kürze eine neue Sparrunde bei dem teilverstaatlichten Kreditinstitut anstehen: "Wir rechnen Anfang 2013 fest mit einem weiteren Abbauprogramm", werden Kreise aus dem Betriebsrat zitiert. Auch im Umfeld des Aufsichtsrats gilt eine weitere groß angelegte Stellenstreichung als "zwangsläufige Folge der Geschäftsentwicklung und der Einstellung der Finanzierung von Schiffen und Gewerbeimmobilien", schreibt das Wirtschaftsmagazin. Ende Juni hatte die Commerzbank die Abwicklung beider Bereiche angekündigt. Neben diesen Sparten dürfte auch die Frankfurter Zentrale laut dem Bericht von einem Streichprogramm in größerem Umfang betroffen sein.
Bisher hat die Bankführung die Arbeitnehmer noch nicht über ihre konkreten Pläne informiert. Wie es laut dem Bericht intern heißt, sind die Berechnungen noch nicht abgeschlossen. Mehrere Betriebsräte gehen jedoch davon aus, dass sie bald zu Gesprächen eingeladen werden, um eine Betriebsvereinbarung zu beschließen. Die Details sollen spätestens bei einer Strategietagung im September bekannt gegeben werden, hieß es unter Berufung auf Insider.
Derzeit überprüft die Bank im Rahmen des 2009 gestarteten "Exzellenz"-Programms laut dem Bericht einmal mehr die Effizienz aller Geschäftsbereiche. Dabei hat sie etwa erwogen, den Zahlungsverkehr auszulagern. Diese Idee habe das Management inzwischen zwar verworfen, weitere Verlagerungsprojekte seien jedoch nicht ausgeschlossen. Dabei kämen erstmals auch Standorte im entfernteren Ausland, etwa in Indien, infrage, hieß es unter Berufung auf Insider.
Wie es weiter heißt, darf Vorstand Jochen Klösges in der Frankfurter Zentrale bleiben, obwohl er seine bisherigen Aufgaben verliert, wenn die Bank die Finanzierung von Schiffen und Gewerbeimmobilien abwickelt. Wie das Blatt unter Berufung auf Insider berichtet, gab es zunächst Überlegungen, den neunköpfigen Vorstand zu verkleinern. Nun sollen die Aufgaben jedoch innerhalb des Gremiums neu verteilt werden. Klösges, so der aktuelle Stand, solle das Geschäft in Osteuropa und Teile der Abteilung für die Steuerung von Liquidität und Kapital (Treasury) übernehmen. Letztere ist bisher direkt Vorstandschef Blessing unterstellt, was in der Finanzbranche ungewöhnlich ist. Über die Neuordnung entscheidet der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 8. August.
Die Commerzbank wollte sich, wie sie auf Anfrage gegenüber dem Wirtschaftsmagazin mitteilte, zu "laufenden Überlegungen infolge der Grundsatzentscheidung von Ende Juni" bis zum Herbst nicht äußern.
Die Aktie der Commerzbank notiert derzeit mit einem Minus von 0,48 Prozent bei 1,24 Euro. (16.07.2012/ac/n/d)
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